Herren 1: Schwabing setzt Ausrufezeichen im Derby – souveräner 31:21-Erfolg gegen Milbertshofen

Bezirksoberliga Männer | 18. Oktober 2026

 

Mit einem überzeugenden 31:21-Auswärtssieg (16:10) gegen den TSV Milbertshofen hat der MTSV Schwabing seine Ambitionen in der Bezirksoberliga eindrucksvoll unterstrichen. In einem zunächst umkämpften Münchner Traditionsduell übernahmen die Schwabinger zunehmend die Kontrolle und feierten einen souveränen Derbyerfolg. Mit drei Siegen aus vier Spielen ist der Start in die Saison 2026/27 damit geglückt.

 

Bereits zum Saisonauftakt hatte Schwabing mit einem 36:31-Erfolg gegen den Absteiger TSV Sauerlach seine Qualitäten bewiesen. Es folgte eine knappe Niederlage gegen den FC Bayern München, bei der die Mannschaft nach einer bis zur 50. Minute überzeugenden Leistung erst in der Schlussphase den Kürzeren zog. Mit einem anschließenden Sieg gegen die dritte Mannschaft des Regionalligisten HT München kehrte das Team in die Erfolgsspur zurück, die es nun im Derby fortsetzen wollte.

 

Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Begegnung, in der beide Mannschaften mit hohem Einsatz agierten. Nach der frühen Schwabinger Führung durch Leon Herold übernahm Milbertshofen zunächst die Initiative und ging mit 4:2 in Führung. Die Gäste antworteten mit drei Treffern in Folge und drehten die Partie zum 5:4 (9.). Besonders Max Breitenfelder setzte auf Halbrechts wichtige Akzente und profitierte von den neu einstudierten Angriffsabläufen. Diese verdeutlichten die Fortschritte unter dem neuen Herrentrainer Matthias Kapp, der trotz kurzer Vorbereitungszeit ein klares taktisches Konzept entwickelt hat, mit dem Schwabing in der Bezirksoberliga oben mitspielen möchte.

 

Bis zur 19. Minute blieb die Begegnung beim Stand von 10:11 hart umkämpft. Anschließend übernahm Schwabing endgültig das Kommando. Eine zunehmend stabile Defensive und konsequent ausgespielte Angriffe ermöglichten einen 5:0-Lauf bis zur Halbzeit. Besonders Max Leupolz zeigte eine überragende Leistung und steuerte in dieser entscheidenden Phase drei wichtige Treffer bei. Auch Marinko Zovko traf zweimal. Selbst eine Auszeit der Gastgeber konnte den Schwabinger Lauf nicht stoppen, sodass es mit einer verdienten 16:10-Führung in die Kabinen ging.

 

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Gäste nahtlos an ihre starke Leistung an. Breitenfelder und Herold erhöhten schnell auf 18:10, ehe Milbertshofen nach über 14 torlosen Minuten wieder erfolgreich war. Schwabing ließ sich davon nicht beeindrucken und baute den Vorsprung durch weitere Treffer von Victor Rehe und Marinko Zovko bis zur 36. Minute auf 21:11 aus.

 

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor blieb die aufmerksame Defensive. Insbesondere Zovko überzeugte mit wichtigen Ballgewinnen, aus denen schnelle Gegenangriffe und weitere Tore entstanden. Gleichzeitig präsentierte sich der Schwabinger Angriff variabel und durchschlagskräftig. Die Führung pendelte sich über weite Strecken der zweiten Halbzeit bei neun bis zehn Toren ein. Beim 28:16 in der 51. Minute war die Partie längst entschieden. Auch eine weitere Auszeit der Gastgeber änderte nichts mehr am Spielverlauf.

 

In der Schlussphase verwaltete Schwabing den Vorsprung souverän. Timo Bänzinger trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein, ehe Leon Herold mit seinem fünften Treffer das 31. Schwabinger Tor erzielte. Zwei späte Treffer der Gastgeber stellten schließlich den 21:31-Endstand her.

 

Erfolgreichster Schwabinger Werfer war Victor Rehe mit zehn Treffern, gefolgt von Max Breitenfelder (6), Leon Herold (5) und Marinko Zovko (4). Aufseiten der Gastgeber trafen Marius Fischer und Richard Konrad jeweils viermal. Für zusätzliche Unterstützung sorgten die mitgereisten Schwabinger Fans, darunter zahlreiche Anhängerinnen aus den verschiedenen Damenmannschaften des Vereins, die das Derby lautstark begleiteten.

 

Nach vier Spieltagen fällt das erste Zwischenfazit für den MTSV Schwabing positiv aus. Die Mannschaft überzeugt zunehmend durch ein variables Angriffsspiel, eine stabile Defensive und schnelles Umschalten. Die taktische Handschrift von Trainer Matthias Kapp wird bereits deutlich sichtbar. Kann Schwabing diese Entwicklung fortsetzen, dürfte die Mannschaft in dieser Saison ein ernst zu nehmender Kandidat für die vorderen Tabellenplätze sein.