Schwabing dreht das Spitzenspiel: Starke zweite Halbzeit sichert 34:30-Heimsieg gegen HT München II  

Mit einem 34:30-Erfolg (15:17) gegen den Tabellenführer HT München II hat der MTSV Schwabing ein Ausrufezeichen gesetzt. Nach einer umkämpften ersten Hälfte übernahm Schwabing im zweiten Durchgang zunehmend die Kontrolle und entschied die Partie mit einer starken Schlussphase für sich.

 

Die Vorzeichen versprachen Spannung: Nach dem Pflichtsieg in Milbertshofen und einer zuvor längeren Durststrecke ging Schwabing mit spürbarer Entschlossenheit in das Duell mit dem Spitzenreiter. Bereits beim Aufwärmen war die Intensität zu spüren, und mit der klaren Marschroute, „nichts zu verlieren und alles zu gewinnen“, startete die Mannschaft mutig in die Partie. Die Gäste erwischten zwar den besseren Beginn und legten mehrfach vor, doch Schwabing blieb über schnelle Angriffe und konsequente Abschlüsse dran. Immer wieder wechselte die Führung, ehe sich HT München II kurz vor der Pause leicht absetzen konnte. Trotz engagierter Defensivarbeit und wichtiger Aktionen im Rückraum ging es mit einem knappen 15:17 in die Kabinen.

Während Cheftrainer Jonas Eitner parallel auf Scoutingreise in Mexiko nach neuen Talenten für die kommende Saison war, übernahm Co-Coach Denis die Verantwortung an der Seitenlinie und brachte die nötige Ruhe ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Heimmannschaft deutlich stabiler und mit mehr Zugriff in der Defensive. Torhüter Daniel Schmölling setzte mit wichtigen Paraden in entscheidenden Momenten Impulse, während im Angriff vor allem die Achse über die Mitte immer wieder Lösungen fand.

 

Die Partie blieb lange eng, doch Mitte der zweiten Hälfte kippte die Dynamik zugunsten der Hausherren. Mehrere erfolgreiche Angriffe in Serie sowie eine konzentrierte Defensive verschafften erstmals spürbaren Vorsprung. In der 54. Minute folgte dann ein emotionaler Moment an der Seitenlinie: Denis verhinderte mit einem energischen Eingreifen durch eine Auszeit – ein wahrer „Gíslason-Moment“ – einen schnellen Treffer für Schwabing, dieser wurde im gleichen Angriff jedoch wieder ausgebessert und der Abstand wurde erstmals auf vier Tore erhöht.

 

Bei den Torschützen ragte auf Schwabinger Seite Rasmus Krauseneck mit elf Treffern heraus, während Victor Rehe (5) und mehrere Vier-Tore-Schützen wichtige Akzente setzten. Für die Gäste war Tomislav Zivko mit acht Toren der erfolgreichste Werfer, unterstützt von Leon Lex mit fünf Treffern. Am Ende stand ein verdienter Heimsieg, der sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugte und die positive Entwicklung nach zuletzt schwierigen Wochen bestätigte.

 

Schwabing: Schmölling; Krauseneck (11 Tore), Rehe (5 Tore), Kuchelmeister (4 Tore), Zovko (4 Tore), West (4 Tore), Santen (2 Tore), Günther (1 Tor), Leupolz (1 Tor), Schneider (1 Tor), Störtkuhl (1 Tor), Baur, Meier, Oser